Kalte Tage, warme Wohnung - und trotzdem Heizkosten sparen - Tipps aus Ihrer Hausverwaltung
- Larissa Mansfeld

- vor 15 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Der Winter stellt Gebäude und Bewohner jedes Jahr vor dieselbe Herausforderung: Es soll angenehm warm sein, die Heizkosten sollen im Rahmen bleiben – und gleichzeitig dürfen Feuchtigkeit und Schimmel keine Chance haben. Falsches Heiz- und Lüftungsverhalten führt zu unnötigen Kosten, Schäden an der Bausubstanz und Konflikten zwischen Mietern und Eigentümern. Dabei lassen sich viele Probleme mit einfachen Maßnahmen vermeiden.
Warum Heizen und Lüften zusammengehören
Ein häufiger Irrtum ist, dass Lüften im Winter Energieverschwendung sei. Das Gegenteil ist der Fall: Richtiges Lüften ist notwendig, um feuchte Luft aus der Wohnung zu entfernen. Jeder Mensch produziert täglich mehrere Liter Feuchtigkeit – durch Atmen, Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen. Bleibt diese Feuchtigkeit in der Wohnung, kondensiert sie an kalten Oberflächen wie Außenwänden oder Fenstern. Das Ergebnis: Schimmelbildung.
Schimmel ist nicht nur ein optisches Problem, sondern kann auch die Gesundheit beeinträchtigen und erhebliche Kosten verursachen.
Richtig Heizen – gleichmäßig und bewusst
Ein häufiger Fehler, den wir in betreuten Objekten beobachten, ist das komplette Abschalten der Heizung in einzelnen Räumen. Gerade Schlafzimmer oder selten genutzte Zimmer werden oft kaum beheizt. Problematisch wird es, wenn warme, feuchte Luft aus anderen Räumen dort hineinzieht und an kalten Wänden kondensiert.
Unsere Empfehlung als Hausverwaltung lautet daher:
Wohnräume konstant beheizen, idealerweise zwischen 20 und 21 °C
Schlafzimmer nicht auskühlen lassen, mindestens 16–18 °C
Türen zwischen warmen und kalten Räumen geschlossen halten
Ein gleichmäßiges Temperaturniveau schützt nicht nur vor Feuchtigkeitsschäden, sondern sorgt auch für ein angenehmeres Raumklima.
Lüften: Stoßlüften statt Kippfenster
Einer der Klassiker in der Heizperiode sind dauerhaft gekippte Fenster. Aus Sicht der Energieeffizienz ist das ungünstig: Die Wände kühlen aus, die Heizung arbeitet gegen den Wärmeverlust an, und trotzdem wird die feuchte Luft oft nicht ausreichend abgeführt.
Besser ist das sogenannte Stoßlüften:
Mehrmals täglich (2–3 Mal)
Fenster vollständig öffnen
Für 5–10 Minuten, je nach Außentemperatur
Heizkörper währenddessen herunterdrehen
Besonders wichtig ist das Lüften nach dem Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen. In diesen Momenten entsteht besonders viel Feuchtigkeit, die schnell nach draußen sollte.
Heizkosten senken – ohne Komfortverlust
Als Hausverwaltung hören wir oft die Sorge steigender Heizkosten. Richtiges Verhalten kann hier spürbar helfen:
Heizkörper freihalten (keine Möbel oder Vorhänge davor)
Thermostate richtig nutzen statt ständig hoch- und runterzudrehen
Fenster und Türen abdichten, falls Zugluft spürbar ist
Rollläden nachts schließen, um Wärmeverluste zu reduzieren
Diese Maßnahmen kosten wenig, haben aber eine große Wirkung – sowohl für den Geldbeutel als auch für das Gebäude.
Verantwortung von Mietern und Eigentümern
Ein wichtiger Punkt aus Verwaltungssicht: Heizen und Lüften ist nicht nur eine Empfehlung, sondern Teil der sogenannten Obhutspflicht. Mieter sind verpflichtet, die Wohnung so zu nutzen, dass keine Schäden entstehen. Gleichzeitig ist es Aufgabe der Eigentümer, für eine funktionierende Heizungsanlage und ein intaktes Gebäude zu sorgen.
Eine offene Kommunikation hilft, Missverständnisse zu vermeiden. Viele Probleme entstehen nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus Unwissenheit.
Fazit Ihrer Hausverwaltung: Kleine Gewohnheiten, große Wirkung
Richtiges Heizen und Lüften im Winter ist kein Hexenwerk. Mit ein paar bewussten Routinen lassen sich Schimmel vermeiden, Heizkosten senken und das Wohnklima deutlich verbessern. Aus Sicht unserer Hausverwaltung gilt: Wer sein Zuhause im Winter richtig behandelt, schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch den Wert der Immobilie.



